NETFLIX-FILM RED NOTICE
MIT DAVINCI RESOLVE STUDIO GEGRADET

Fremont, Kalifornien, USA – 18. Januar 2022 – Das internationale Krimiabenteuer „Red Notice“ handelt von dem FBI-Profiler John Hartley (Dwayne Johnson), der dem Kunstdiebs Nolan Booth (Ryan Reynolds) auf den Fersen ist. Hartley muss sich mit Booth zusammentun, um eine schwer zu fassende und als „Läufer“ bekannte Kunstdiebin (Gal Gadot) von ihrem geplanten Raub der drei, mit wertvollen Juwelen besetzten Kleopatra-Eier abzuhalten. Der von Markus Förderer, ASC, gedrehte Film spielt an exotischen Orten in aller Welt, darunter Rom, Valencia und der Dschungel Argentiniens.

Trotz des internationalen Handlungsstrangs fielen die Dreharbeiten in eine Phase der Pandemie, die weder das Reisen nach Übersee, geschweige denn eine Filmproduktion, erlaubte. „Für unseren Weltenbummler-Film mussten wir die Drehmodalitäten überdenken“, sagte Förderer. „Da wir nicht an internationale Standorte reisen konnten, haben wir den Großteil unserer Sets schließlich auf großen Bühnen und in einem Hinterhof in Atlanta gebaut. Diese Szenen haben wir alle aus Totalaufnahmen für die Eröffnungsszenen zusammengeschnitten, die wir an unterschiedlichen Drehorten der Welt mit reduzierter Crew einfangen konnten.“

Die Herausforderung dabei war, die verschiedenen, häufig nur aus einer Einstellung bestehenden Elemente der Hauptaufnahmen, visuellen Effekte (VFX) und Finishings in einer Szene perfekt aufeinander abzustimmen. „Es war ein größeres Unterfangen, die Farben und Beleuchtung nahtlos zu verschmelzen“, so Förderer, der sich bereits in der Vorproduktion zusammen mit Colorist Walter Volpatto von Company 3 den bevorstehenden Herausforderungen annahm. „Walter hatte einen Blick dafür, wie die einzelnen Elemente zusammenpassten und wie sich die VFX-Shots in unsere Aufnahmen der Live-Action eingliedern ließen. Diese Phase ist immer schwierig, meiner Erfahrung nach aber sehr entscheidend. Selbst die besten VFX-Einstellungen sind in der Nachbearbeitung noch optimierbar, damit sie wirken, als wären sie mit einem echten Objektiv entstanden. Wir ahmen bestimmte Linseneffekte wie Flaring und Kantenkontrast nach.“

Da sie zuvor bereits an fünf Filmen kollaboriert hatten, verlief die Zusammenarbeit zwischen Volpatto und Förderer sehr harmonisch. „Mir gefallen Markus‘ Stil und Arbeitsweise“, meinte Volpatto. Bereits in der Anfangsphase legten Förderer und Regisseur Rawson Marshall Thurber eine Farbpalette aus Rot-, Gold- und warmen Brauntönen fest, die die spektakulären Schauplätze des Drehbuchs ergänzen sollte. Die Looks erwuchsen laut Volpatto vor allem aus zwei Szenen.

„Ein Großteil der Handlung spielt im sogenannten ,Red Room‘“, sagte Volpatto. „Entsprechend mussten nicht nur der Raum selbst, sondern auch Gal Gadots Kleid in einem reinen Rot gehalten werden. Genau das Gegenteil galt, um die kalte Atmosphäre in einem russischen Gefängnis wiederzugeben, für die wir eine kühlere Farbpalette benutzten. Diese beiden Hauptlooks tauchen im ganzen Film auf.“ Mithilfe von frühen Kameratests legten Volpatto und Förderer eine einzelne Show-LUT in DaVinci Resolve Studio an, die zur Ausarbeitung der verschiedenen Farbtöne und zur Darstellung sanfter und natürlicher Hauttöne diente.

„Wir richten in Resolve gerne einen Look im Voraus ein, den Markus am Set dann fast wie separat aufgezeichnetes Filmmaterial behandeln kann. Auch bei der Beleuchtung kann er sich dann an dieser einen, anstatt an mehreren LUTs orientieren“, sagte Volpatto. „Dabei muss er nur auf den Belichtungsmesser und die Beleuchtung achten, ohne auf den Monitor zu schauen. Dies ähnelt eher den früher von Kinematografen angewandten Arbeitsmethoden, bei denen die Kameraleute das Material genau kannten und dementsprechend einen passenden Look gestalten konnten. Für das finale Grading setzen wir uns dann zur Ausarbeitung der Szenen und Anpassung von Details zusammen. Doch da der übergreifende Look im Voraus feststand, mussten wir im finalen Grading nicht nochmal alles neu erfinden.“

Trotz der Vorplanung war das Team beim Drehen während der Pandemie auf allen Ebenen mit mehreren Herausforderungen konfrontiert, auch beim Grading. „Anstatt mit allen Hauptdarstellern von einem Drehort zum nächsten zu fahren, mussten wir häufig zeitlich versetzt filmen“, sagte Volpatto. „Einige Szenen sind vor Ort entstanden. Mit dem Ausbruch der Pandemie wurden dann einige Sequenzen in Atlanta gedreht und später mit weiteren Nachdrehs aufgestockt.“

Das bedeutete, dass weitaus mehr VFX benötigt wurden als ursprünglich angenommen. „Die Statisten für den Film wurden zum Teil separat gefilmt und die Footage dann mit dem Hintergrund als Effekte in Compositings zusammengefügt“, fügte Volpatto hinzu. Dieses Vorgehen beeinflusste auch den Terminplan. „Für manche Szenen stand zum Teil nur ein Schauspieler zur Verfügung, weil der andere andernorts beschäftigt war. Beispielsweise drehten sie die Aufnahmen für Gal Gadot und Dwayne Johnson in zwei Schüben und bastelten sie im Nachhinein zusammen“, erklärte er.

Die Compositings bestanden vor allem aus VFX. Um sie nahtlos mit den Einstellungen ohne Effekte zu verschmelzen, legte Volpatto selbst Hand an. „Wir hatten wunderschöne Aufnahmen, die wir jedoch in die übrige Footage von der Umgebung einpassen mussten. Viele Einstellungen wurden zunächst als VFX erstellt und uns während des Gradings geschickt. Nur wo die Drehs verschiedener Abschnitte derselben Szene viele Monate auseinanderlagen, benutzten wir zusätzliche Tools.“

Dank DaVinci Resolve Studio konnte Volpatto ein Projekt im P3-Format anlegen und im selben Atemzug auch seine Tauglichkeit für High Dynamic Range (HDR) prüfen. „Mit der Möglichkeit der Farbraumtransformation bedarf es in Resolve nur ein paar Klicks, um dasselbe Bild sowohl im P3- als auch im HDR-Format zu betrachten. So konnte ich eine Szene nach der Farbkorrektur auch direkt in HDR begutachten und alle nötigen Trimmarbeiten vornehmen“, erklärte er.

Die Kollaborationstools der Software ermöglichten Volpatto schnelles und effizientes Arbeiten, auch als unentwegt zahlreiche Nachdrehs und VFX-Aufnahmen eingingen. „Als mein Finishing-Editor Chris Doerr und ich gemeinsam am selben Projekt in Resolve zugange waren, konnte er alle zu ersetzenden Aufnahmen markieren und gegen neue austauschen und zugleich einige der kleineren VFX-Aufgaben übernehmen, die in seinen Arbeitsbereich gehörten. Obwohl er auf seiner Workstation nur Zugriff auf die Rec.-709-Version hatte, konnte ich die neue Aufnahme sofort in meinem Vorführraum sichten. Und mithilfe der Option ‚Color Space Transform‘ ließ sich die neue Aufnahme unmittelbar in Rec. 709, P3 und HDR anzeigen, was weder LUTs noch den Einsatz von Nodes erforderte. Ich musste nur die entsprechende Ausgabe für die Farbraumkonvertierung vorgeben. Diese Vorgehensweise war überaus effizient. Zu keiner Zeit mussten wir die Arbeit unterbrechen“, so sein Fazit.

„Red Notice“ läuft aktuell auf Netflix.

PRESSEFOTOS

Produktfotos von DaVinci Resolve Studio und allen anderen Produkten von Blackmagic Design sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

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