ROB LEGATO BENUTZT BLACKMAGIC DESIGN TECHNIK FÜR VIRTUELLE PRODUKTION VON  DER KÖNIG DER LÖWEN

Hollywood, Kalifornien, USA – Dienstag, 24. September 2019 – Blackmagic Design gab heute bekannt, dass Visual Effects Supervisor Rob Legato eine Vielzahl an Blackmagic Design Produkten eingesetzt hat, um die virtuelle Produktionsumgebung für das Remake des Disney-Films „Der König der Löwen“ zu erschaffen. Der unter Regie von Jon Favreau entstandene Film hat seit seinem Kinostart am 19. Juli 2019 weltweit fast 1,5 Milliarden USD eingespielt. Donald Glover und Beyoncé Knowles-Carter liehen den Hauptfiguren ihre Stimmen.

Mit topaktueller Technik ist es bei der Produktion eines animierten 3D-Spielfilms heutzutage nicht mehr notwendig, auf Testanimationen eines Animationsteams zu warten. Bei „Der König der Löwen“ wollte der bereits für Filme wie „Hugo Cabret“ und „The Jungle Book“ mit dem Oscar ausgezeichnete Visual Effects Supervisor Rob Legato neue technische Maßstäbe setzen. Er kreierte einen Raum, in dem traditionelle Filmemacher in einer digitalen Umgebung mit vertrauten Werkzeugen ähnlich wie an Live-Actionsets arbeiten konnten. „Mein Ziel war es nicht, jede Einstellung auf dem Computer zu generieren“, so Legato, „sondern die digitale Umgebung wie ein reales Set einzubinden.“

Die Story, in der heißgeliebte Figuren auf eine ganz neue Art zurück auf die Leinwand geholt werden, spielt in der afrikanischen Wüste, wo der künftige König Verrat und Tragödien überwinden muss, um seinen rechtmäßigen Platz am Königsfelsen anzutreten. Genau wie der Originalfilm von Disney Animation aus dem Jahr 1994, der für die damalige Zeit bereits beeindruckende 2D-Animationen beinhaltete, reizte die 2019er Version erneut die modernsten technischen Möglichkeiten aus. Zur Kreation eines noch nie dagewesenen fotorealistischen Stils setzte man diesmal anspruchsvolle Computergrafiken ein. Abgesehen vom fertigen Look machte sich das Projekt entlang der gesamten Produktion neue Technologien zunutze, unter anderem eine hochmoderne virtuelle Umgebung.

Die ungewöhnliche Produktionsbühne, auf der „Der König der Löwen“ gedreht wurde, besteht aus ungewohnten Geräten, um die zahlreiche Techniker an Computern herumsitzen. Doch das ist nur das Gerüst des Prozesses. Zu Drehbeginn trugen Regisseur Jon Favreau und Kinematograf Caleb Deschanel Headsets, die sie in die virtuelle Welt von Mufasa und Simba versetzten.

Statt die Filmemacher dazu zu bringen, sich an die digitalen Werkzeuge anzupassen, änderte Legato das physische Filmequipment dahingehend, dass es mit der virtuellen Welt kompatibel war. Damit die Computer die Bewegungen genaustens wiedergeben konnten, wurde eine Kraneinheit um Tracking-Geräte erweitert. Sogar eine Steadicam holte man dazu, sodass Deschanel die Kamera praktisch genauso wie bei einem Live-Actiondreh bewegen konnte. Das Ziel war es, die Produktion auf traditionelle Weise mit gängigen Tools umzusetzen, die eben nicht nur auf einer Bühne, sondern auch auf dem Computer existierten. „In der klassischen Prävisualisierung entstehen die kompletten Kamerabewegungen auf dem Computer“, sagt Legato. „Aber in unserer virtuellen Umgebung haben wir die Schienen für den Dolly im wahrsten Sinne des Wortes auf der Bühne aufgebaut. Und am digitalen Set wurden die auch exakt so abgebildet.“

Blackmagic Design war nicht bloß ein Teil des Systems, sondern das Rückgrat des Prozesses in seiner Gesamtheit. Der Hersteller stellte die Infrastruktur für die virtuelle Welt ebenso wie für das Studio. „Zuerst haben wir im gesamten Gebäude Blackmagic Design Produkte für die Videosignalverteilung installiert“, sagt Visual Effects Producer Matt Rubin, „und dann in jeder Verarbeitungsphase weiteres Blackmagic Equipment eingesetzt – von der Materialerfassung mit DeckLink Karten, über Micro Studio Camera 4Ks als Referenzkameras, Teranex Normwandler und diverse ATEM Bildmischer wie dem ATEM Production Studio 4K und dem ATEM Television Studio HD.“

Der Schnitt und visuelle Effekte wurden über Smart Videohub Kreuzschienen miteinander vernetzt, sodass man im Vorführraum Zugriff auf die Quellen beider Departments hatte. In der virtuellen Produktion wurden für die Generierung der virtuellen Umgebung per Computer DeckLink Capture- und Playback-Karten zur Erfassung des Materials verwendet. Anschließend wurde das Material über ein Videonetzwerk an eine Steuereinheit weitergeleitet und auf HyperDeck Studio Minis aufgezeichnet.

Nachdem das Material gedreht und auf Computern erfasst war, übergab man das Setup an die Visual-Effects-Firma MPC, die die fotorealistischen Darstellungen gestaltete. Zum Sichten und Aktualisieren der Schnittversionen benutzten Legato und sein Team in zwei Räumen DaVinci Resolve Studio mit DaVinci Resolve Advanced Panels, wobei Legato die Gradings zur Orientierung für den finalen Coloristen anwendete. Das Projekt wurde in DaVinci Resolve häufig mehrmals am Tag mit Footage von MPC aktualisiert. Statt Favreau jede einzelne Einstellung zu zeigen, führte Legato ihm ausschließlich die für den Schnitt relevanten Sequenzen vor. Der Shotabgleich war dabei für ein reibungsloses Screening-Erlebnis besonders wichtig. Die Produktion arbeitete mit einer gemeinsamen DaVinci Resolve Datenbank, sodass verschiedene Teammitglieder gleichzeitig an unterschiedlichen Orten dieselbe Timeline sichten konnten, ohne dafür auf einen Vorführraum angewiesen zu sein.

Trotz des hochmodernen, für den virtuellen Dreh eingesetzten Systems spiegelt das Endergebnis die wahre Kunst des Filmemachens allein dadurch wider, dass für die Kinematografie reale Werkzeuge und ein ganzheitlicher kreativer Workflow angewendet wurden. „Die virtuelle Umgebung hat eine wahrlich flexible Welt für die Dreharbeiten geschaffen“, erklärt Legato. „Caleb konnte beispielsweise die Sonne verschieben, um unterschiedliche Tageszeiten zu simulieren, und der Art Director konnte während der Produktion Bäume oder sonstige Setelemente einfügen. Die virtuelle Welt bot uns eine erstaunliche Plattform für den Dreh des Films. Es ist eine neue Art des Filmemachens entstanden, die neben all den Tücken jeder gewöhnlichen Produktion noch mehr kreativen Spielraum barg.“

PRESSEFOTOS

Fotos der Produkte DaVinci Resolve Studio, DaVinci Resolve Advanced Panel, Micro Studio Camera 4K, ATEM Production Studio 4K, Smart Videohub, Teranex Express, HyperDeck Studio Mini und aller anderen Produkte von Blackmagic Design sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

