SCHNITT, GRADING UND STITCHING VON EVEREST VR: JOURNEY TO THE TOP OF THE WORLD
 MIT DAVINCI RESOLVE STUDIO REALISIERT

Fremont, Kalifornien – 28. April 2020 – Blackmagic Design gab heute bekannt, dass die atemberaubende in 8K gedrehte 3D-Dokumentation „Everest VR: Journey to the Top of the World“, produziert von Facebooks Oculus, in DaVinci Resolve Studio und Fusion Studio geschnitten, gegradet und gestitcht wurde.

Im April 2017 verunglückte der weltbekannte Bergsteiger Ueli Steck während seiner Vorbereitungen zur Besteigung des Mount Everest sowie des benachbarten Mount Lhotse, die er ohne den Einsatz von Sauerstoffflaschen bewältigen wollte. Stecks enge Freunde Jonathan Griffith und Sherpa Tenji traten daraufhin in seine Fußstapfen, um das Projekt für ihn zu Ende zu bringen. Begleitet wurden sie dabei vom preisgekrönten VR-Regisseur und Bergfotografen Griffith, der die Reise in Bildern festhielt.

Über drei Jahre hinweg folgte Griffith Tenji und ein paar anderen der versiertesten Bergsteiger zu einigen der weltweit extremsten Orten mit der Kamera. Der Zuschauer wird Zeuge, wie es ist, im Himalaya von einer Lawine erfasst zu werden, eine Gletscherspalte mit Blick in ihre Tiefen zu überqueren, beim Beklettern eines riesigen Felsens abzustürzen, unter dem Sternenhimmel zu zelten und zu guter Letzt die Aussicht vom Gipfel der Erde in sich aufzusaugen.

In Sachen Schnitt und Farbkorrektur setzte Griffith auf die Hilfe des erfahrenen VR-Postproduktionsexperten Matthew DeJohn. Das VR-Stitching realisierte Keith Kolod, und Brendan Hogan war fürs Sounddesign verantwortlich.

„Es ist wirklich unglaublich, dass eine so kleine Crew das alles auf die Beine gestellt hat. Die tolle Zusammenarbeit zwischen mir als Kameramann und Matt und Keith ist einer der Gründe, warum wir die Serie überhaupt stemmen konnten, besonders in einer so hohen Qualität“, so Griffith.

„Matt und Keith gaben mir Ratschläge, wie man Bilder für VR am besten einfängt, inwieweit Wackler das anschließende Stitching beeinflussen, dass man Nadir und Zenith beachten und Abstände im Hinterkopf behalten muss. Dank der effizienten Postproduktion konnten wir uns voll und ganz auf das Wichtige konzentrieren. Und mit dem Endergebnis bin ich extrem zufrieden. Jeder, der an dem Projekt beteiligt war, hat alles gegeben, und das sieht man auch.“

DeJohn hatte die Aufgabe, die passende Footage aus einer großen Masse an Material verschiedener High-End-Kamerasysteme zusammenzutragen.

„Normalerweise arbeiten an VR-Projekten diverse mehrköpfige Teams, die dann entweder den Schnitt, das Grading oder das Stitching übernehmen, aber mithilfe von DaVinci Resolve nahmen Keith und ich das alles selbst in die Hand“, erzählte DeJohn. „DaVinci Resolve ist ideal für VR-Postpros. Die Tatsache, dass ich jedes einzelne Tool, das ich brauchte, in einer einzigen Anwendung griffbereit hatte, machte den ganzen Ablauf effizient und rentabel. Es hat so viel Zeit gespart, einfach nur mit ein paar Mausklicks zwischen den Tools hin und her zu wechseln, anstatt den Prozess immer wieder zu unterbrechen, um Dateien von einem System zum anderen zu transferieren.“

DeJohn schnitt die Serie in DaVinci Resolve in 2Kx2K, verknüpfte sie anschließend wieder mit dem 8Kx8K-Ausgangsmaterial und änderte die Auflösung der Timeline fürs finale Grading und Rendering ebenfalls in 8Kx8K. Den Fairlight-Arbeitsraum für Tonschnitt nutzte er aufgrund des mannigfaltigen Toolsets. Das erlaubte es ihm, Feinanpassungen vorzunehmen, verschiedene Erzähl-Takes mit Audioebenen sowie unterschiedliche Quelldateien wie einkanalige Off-Kommentare, Stereo-Musik und vierkanaliges räumliches Ambisonic-Audio zu verwalten.

„Bei der Farbkorrektur in Resolve konnte ich sicherstellen, dass der Film trotz unterschiedlicher Kamerasysteme und Drehkonditionen einen durchgängig ehrlichen Look behält.

VR zwingt einen geradezu, es realistisch zu halten, denn schon das kleinste Bisschen Übersättigung oder unnatürliche Farbgebung würde das VR-Erlebnis ruinieren. In DaVinci Resolve war das kein Problem“, führte er fort. „Schon beim ersten Edit fing ich an zu graden. Als es dann an die Finalisierung ging, war es also nur noch eine Frage des Feintunings.“

Fusion Studio diente zur Behebung stereoskopischer Ausrichtungsfehler, Rig-Entfernung, Erstellung von Motion-Graphics und Nadir-Patches, zur Stabilisierung, Stereokorrektur des ersten Stitchings, Neuorientierung des 360°-Bildmaterials, zum Sichten der 360°-Szenen in einem VR-Headset und zum Überprüfen des fokalen Bereichs. Auch die von Kolod verantworteten intensiveren Stitching-Arbeiten wurden in Fusion Studio vorgenommen.

So erklärte Kolod: „Bei so einer Produktion handelt es sich bei jeder einzelnen Einstellung um VFX-Shots. Also verließ ich mich ganz auf Fusion. Es ist einfach besser, schneller und erschwinglicher. Die Renderzeiten sind kürzer und die nahtlose Integration in den Rest der Postpro ist unglaublich effizient.“

Footage von solch extremen Umgebungen sowie die Nähe der Bergsteiger zur Kamera stellten Kolod vor einzigartige Herausforderungen. So musste er bspw. Teile des Bilds von einzelnen Kameras nachbilden. Für ein angenehmeres Zuschauererlebnis war es außerdem nötig, den Stereo-Eindruck der Nord- und Südpole in den Bildern zu verringern, Stereo-Ausrichtungsfehler sowie Distanzprobleme zwischen Vorder- und Hintergrund zu korrigieren und übermäßige Bildbewegungen auszugleichen.

„Eine meiner Hauptaufgaben war es, die vertikale Ausrichtung anzupassen. Wenn es dabei zu Fehlern kommt, wird dem Publikum das Sehvergnügen sehr stark vermasselt. Wenn die Kamera auch nur einen Tick verrutscht ist, merkt der Zuschauer das sofort“, so Kolod. „Bei dem Projekt wurden oft fixe Kameras auf Stativ benutzt. Da würde man meinen, dass die Bilder komplett unbewegt wären. Aber schon ein leichter Windstoß oder ein kurzes Ruckeln macht aus einem sonst ruhigen Frame unbrauchbares Material für VR. Dementsprechend oft musste Fusion zur Stabilisierung von Einstellungen herhalten.“

„Hochwertige VR-Arbeit zeichnet sich durch manuelles Stitching aus, wo der Artist sicherstellt, dass es keine holprigen Bereiche gibt. Diese Serie ist nur darum ein derartiger Augenschmaus geworden, weil an jedem einzelnen Detail ein Künstler zugange war, egal ob beim Dreh, Schnitt, Grading oder Stitching“, sagte er abschließend.

PRESSEFOTOS

Produktfotos von DaVinci Resolve Studio, Fusion Studio und allen anderen Blackmagic Design Produkten sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

