NEUES VFX-GESPICKTES STEVE VAI MUSIKVIDEO KOMPLETT MIT DAVINCI RESOLVE 15 UND URSA MINI PRO REALISIERT

Fremont, Kalifornien, USA – 22. Januar 2019 – Blackmagic Design teilte heute mit, dass das neue Musikvideo zu „Dark Matter“, der aktuellsten Single des Gitarristen Steve Vai, komplett in einer Blackmagic Design Pipeline entstanden ist. Diese umfasste unter anderem DaVinci Resolve 15 für den Schnitt, visuelle Effekte und das Finishing. Gedreht wurde das Video auf einer Blackmagic Design URSA Mini Pro.

Der dreimalige Grammy-Gewinner Vai, einer der großen Gitarristen des Rock-n-Roll, hat im Laufe seiner Karriere mit Musikern wie Frank Zappa, David Lee Roth, Whitesnake, Ozzy Osbourne und unzähligen weiteren gearbeitet. Mit der Produktion seines neuesten Musikvideos strebte Vai etwas ganz Besonderes an. „Ich wollte etwas erschaffen, das wie aus einer anderen Welt aussah und zudem auch noch vom Drehstil her einmalig war.“

Für die Produktion des Videos holte Vai sich Moai Films an seine Seite. Regisseur Lukas Colombo beschloss, das Video komplett vor Greenscreens zu filmen, was eine für ihn eher ungewöhnliche Vorgehensweise war. „Meinem natürlichen Instinkt folgend würde ich sämtliche Vorgänge und alles Visuelle so weit wie möglich mit der Kamera erfassen“, sagte Colombo. „Weil Steves Zeit aber knapp bemessen war und auch wegen der verschiedenen fremdartigen Landschaftskonzepte für das Video, lag es aber nahe, das Video auf diese Weise zu filmen.“

Moai Films brachte zwei URSA Mini Pro Digitalfilmkameras ein und erstellte ein „Video-Dorf“ aus SmartView 4K Monitoren und mehreren Video Assist 4K Monitorrekordern. „Wir entschieden uns für die URSA Mini Pro als unser bevorzugtes Akquisewerkzeug. Eine davon war dauerhaft an einem 6 Meter hohen Jib-Arm installiert“, berichtete Colombo. „Unsere B-Kamera trugen wir auf einer Kamerastange herum.“

Vai wollte jedes Bandmitglied auf seine ganz ureigene Art erfasst haben. „Uns kam die Idee, den Bass-Gitarristen Phillip Bynoe zu filmen, wie er den Track mit verdoppeltem Tempo spielt. Geht man dann wieder zur normalen Geschwindigkeit zurück, dann sieht das im Video aus, als spiele er im Takt mit dem Track, aber sozusagen mit zeitlupenartigen Bewegungen“, erklärte Vai. „Beim Schlagzeuger machten wir es genau andersherum. Da verfolgten wir den Ansatz, ihn ganz langsam aufzunehmen, eben weil Schlagzeuger – und besonders Jeremy Colson – super dynamisch sind. Wenn man dann das Tempo erhöht, entsteht der Eindruck, dass er in Sync mit dem Track ist, seine Bewegungen ihm aber etwas faszinierend Bizarres verleihen und er einfach nicht normal aussieht.“

Vai selbst bekam von Colombo den schwierigsten Ansatz aufgebrummt: Er sollte seinen Track nämlich rückwärts spielen. „Ich musste tatsächlich üben, den Song auf der Gitarre rückwärts zu spielen“, sagte Vai. „Das war eine monumentale Aufgabe, weil es immer genau gegenteilig zu dem ist, was man denkt. Ich musste meine Perspektive komplett umkehren, weil eben alles andersherum sein sollte. So schlägt man die Saiten tendenziell nach unten an, aber es sieht eher wie eine Aufwärtsbewegung aus. All diese kleinen Komplexitäten machten das Video zu einer spaßigen Herausforderung. Es fühlte sich aber fast so an, als würde man in einer Zwangsjacke stecken und nur mit Augen am Hinterkopf einen Marathon laufen.“

Um die unnatürlich und fremdartig anmutenden Bewegungsabläufe der Bandmitglieder aufzunehmen, setzte die Produktionseinheit die URSA Mini Pros zum Filmen mit mehreren verschiedenen Bildwechselraten ein. Neben dem Rückwärtsspielen auf seiner Gitarre konzentrierte Vai sich zusätzlich aufs Umpolen seiner Hand- und Fußbewegungen. Vai und Colombo schauten sich Takes häufig direkt am Set an, um sicherzugehen, dass das Material ihren Vorstellungen entsprach. Am Ende waren beide zufrieden. „Wenn man sagt ‚Ich frage mich, ob das funktionieren wird‘, meint man ja eigentlich, dass es funktionieren SOLLTE“, so Vai. „Man beginnt, es sich auszumalen und macht sich ein genaues Bild im Kopf. Wenn am Ende etwas noch Besseres dabei herauskommt als erwartet, ist das großartig!“

Für die gestalterische Umsetzung holte Moai Films sich in der Postproduktion die VFX-Supervisoren Bruce Jurgens und Nick Torres ins Boot. Die Idee war, die Bandmitglieder im Video in verschiedene fremdartige Welten zu versetzen. Dies sollte mit Matte Painting und Effekten auf mehreren Ebenen im Fusion-Arbeitsraum in Resolve umgesetzt werden. Torres schätzte die nodebasierte Bedienoberfläche in Fusion sehr. „Der nodebasierte Workflow gab uns maximale Flexibilität bei der Bearbeitung der Footage. Im Unterschied zu Ebenen sind Nodes nichtdestruktiv. Sie bieten deutlich mehr Möglichkeiten und somit einen wesentlich effizienteren Workflow.“

Jurgens, einer der erfahrensten Supervisoren bei Legion Entertainment, war für das umfangreiche Matte Painting sowie für die Realisierung der „Eiswelt“ im Video verantwortlich. In Zusammenarbeit mit Matte Painterin Juliana Arrietty konnte die Arbeit direkt in die Kompositionen in Fusion integriert werden. „Ein einheitlicher Look war der Schlüssel zu diesem Video“, sagte Jurgens. „Resolve 15 kam sozusagen mit fliegenden Farben durch.“ Das Team konnte sich schon vor dem Compositing eine Vorschau des Colorgradings direkt in Resolve ansehen, was zur Beibehaltung eines ganzheitlichen Looks beitrug.

Um einzigartige Umgebungen zu erschaffen, kombinierte das VFX-Team 2D- und 3D-Elemente. „Wir wollten eine vollkommen exotische Welt mit hohen Spitzbergen und einem glasartigen, bewegungslosen Ozean in rasch aufziehendem Nebel erschaffen“, fügte Torres hinzu. Für die weitere Bearbeitung wurden Arriettys 2D-Elemente mithilfe der Fusion 3D-Compositingtools in Resolve eingefügt. Aufgrund der übersichtlichen Anordnung in Resolve konnten wir uns dort alle Shots in den jeweiligen Kompositionen ansehen. „Dieser Workflow erleichtert meine Arbeit ungemein“, bestätigte Colombo. „Ich muss meine Dateien nicht mehr über verschiedene Anwendungen hinweg verwalten und mir Gedanken um eine Umwandlung oder Konsolidierung machen. Resolve funktioniert genau so, wie erwartet. Resolve bringt Features zur dynamischen Verknüpfung, wie es sie in anderen Anwendungen gibt, auf eine ganz neue Ebene.“

Torres gefielen vor allem die Keying- und Matte-Tools in Resolve. „Es waren ausgiebige Bereinigungsarbeiten notwendig. Im Grunde erstellten wir Matten mit Masken aus mehreren UltraKeys und justierten dann die jeweiligen problematischen Bereiche entsprechend. Um jedes Detail zu erhalten, bedurfte es beispielsweise sowohl für Steves als auch für das Haar des Bassisten Philip Bynoe einer gesonderten Feinabstimmung. Für Jeremy Colsons Schlagzeug musste viel rotoskopiert werden, um die Chromelemente am Drumkit zu bereinigen. Eine ganze Menge der Einstellungen von der Band wiesen starke Bewegungsunschärfen auf. Mit den Nodes in Fusion konnten wir Polygonmasken und Effekte glücklicherweise einfach von einer zur nächsten Einstellung kopieren.“

Vai erkannte ebenfalls den Wert dieses kollaborativen Tools. „Der Schnitt meiner Videos ist immer ein ziemliches Gefummel. Der damit verbundene Export und die Optimierung von Footage in verschiedenen Programmen sind zeitaufwendig und umständlich. Die Zukunft gehört Anwendungen, die all diese fortschrittlichen Tools miteinander vereinen.“

Das Endprodukt entspricht nicht nur einer sagenhaften kreativen Vision, sondern ist auch ein Beweis für gute Zusammenarbeit als Team und innerhalb von DaVinci Resolve 15.“ „Bis dahin hatten wir ein anderes Schnittpaket eingesetzt, aber die Umstellung auf Resolve klappte problemlos“, sagte Colombo. „Da nun auch Fusion in Resolve integriert ist, konnten wir uns nahezu ausschließlich in Resolve 15 aufhalten. Die Software ist in der Branche bereits gängiger Standard für die Farbkorrektur und ich gehe davon aus, dass sie in den nächsten Jahren auch zum Standard für Schnitt, Ton und visuelle Effekte wird. So können alle Projekte, die Resolve durchlaufen, auch in Resolve bleiben. Ich wüsste nicht, wieso es anders sein sollte. Resolve bietet alles, was man braucht.“

PRESSEFOTOS

Fotos der Produkte DaVinci Resolve Studio, URSA Mini Pro, SmartView 4K, Video Assist 4K und aller anderen Blackmagic Design Produkte sind unter www.blackmagicdesign.com/de/media/images erhältlich.

ÜBER BLACKMAGIC DESIGN

Blackmagic Design entwickelt die weltweit anspruchsvollsten Videobearbeitungsprodukte, Digitalfilmkameras, Farbkorrektursysteme, Videokonverter, Videomonitoringsysteme, Kreuzschienen, Live-Produktionsmischer, Diskrekorder, Waveform-Monitore sowie Echtzeit-Filmscanner für die Kino-, Postproduktions- und Fernsehbranchen. Mit seinen DeckLink Capture-Karten hat Blackmagic Design in puncto Qualität und Bezahlbarkeit die Postproduktionsbranche revolutioniert, und die mit einem Emmy™ ausgezeichneten DaVinci Farbkorrekturprodukte des Anbieters gelten seit 1984 als Vorreiter der Film- und Fernsehindustrie. Blackmagic Design bringt weiterhin laufend bahnbrechende Innovationen auf den Markt. So zum Beispiel die 6G-SDI- und 12G-SDI-Produkte sowie Lösungen für stereoskopische 3D- und Ultra-HD-Workflows. Das von weltweit führenden Postproduktionsfachleuten und -Ingenieuren gegründete Unternehmen unterhält Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Japan, Singapur und Australien. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.blackmagicdesign.com/de

